Freitag 13. August 2021 Gäste: Irène Wernli – Tanz, Ruedi Häusermann – Blasinstrumente

FREITAG 13. AUGUST 2021, 20 UHR
PIANOLOUNGE AARAU WEST Schönenwerderstrasse 42, 5000 Aarau Karte
Bar ab 19.00 Uhr, Eintritt CHF 25.-/10.- , Kein Vorverkauf, Abendkasse
IRÈNE WERNLI – TANZ
RUEDI HÄUSERMANN – BLASINSTRUMENTE
RUEDI DEBRUNNER – KLARINETTE, KLAVIER
MARCO KÄPPELI – PERCUSSION

Foto: Anni Katrin Elmer

IRÈNE WERNLI  – Performerin / Choreografin / Kulturmanagerin / Gastronomin
absolvierte von 2002 – 2005 den Theater Dance Kurs am London Studio Centre (University of the Arts) und graduierte mit Fokussierung und Auszeichnung im zeitgenössischen Tanz. Anschliessend lebte und arbeitete sie 16 Jahre lang als Performerin und Tanzpädagogin in der freien Szene zwischen London und Asp (bei Aarau).
Im Kernteam der Performance Ensembles bottlefed (2008-2011), boXd productions (ab 2012) und Feedback Theatre (https://feedbacktheatre.org/) erarbeitete sie sparten- und grenzüberschreitende Projekte an der Schnittstelle von Tanz, Performance und Kunst.
Wiederkehrende Grundthemen ihrer Arbeit sind das subtile Zusammenspiel von Bewegung und Musik, sowie Aufführungsformate welche eine Mischung aus Improvisation und Komposition erlauben.
2012 spielte sie bei den Aarauer Nachtwachen in der Alten Reithalle Aarau mit, wodurch sich später die Zusammenarbeit mit Tine Beutel (Figurenspiel/Szenografie) und Marco Kaeppeli (Percussions) in „La Peur qui Danse – von den Farben der Angst“, ergab. Die Zusammenarbeit mit der Choreografin Anna Buonomon führte zu zahlreichen Aufführungen des Musik- und Tanztheaters „Story of a Night Pianist“ in England (2012 – 2015) und im Juni 2014 zu einer spezifisch auf Aarau bezogenen Adaption „Die Geschichte eines Nachtpianisten“ in welcher Irène die Regie und Produktionsleitung übernahm.
2015 wurde ihr vom Aargauer Kuratorium ein Reisestipendium zugesprochen.

Im September 2016 erhielt sie einen MA in Creative Producing in Theatre and Live Performance vom Birkbeck Collge, University of London und war Gastdozentin in Tanz und Choreografie im BA Performing Arts Kurs an der New Bucks University (2015-18).
Im Juni 2017 entwickelte sie mit der visuellen Künstlerin Anni Katrin Elmer (CH) das Recherche – und Performance Projekt ‘Multiplication of Rhythm’. Dieses wurde in die Residenzen-Serie ’9s TAKEOVER’ ins Londoner THE NINES eingeladen. Im Mai 2018 gastierte „Multiplication of Rhythm“ als Performance- Installation in der Alten Reithalle Aarau. https://vimeo.com/285860166
Seit Januar 2019 lebt Irène wieder in der Schweiz und führt seit Herbst 2020, gemeinsam mit ihrer Schwester, das Restaurant Jura in Asp. (www.jura-asp.ch)
https://www.irenewernli.co.uk/

RUEDI HÄUSERMANN – Blasinstrumente

Der Komponist, Musiker und Regisseur Ruedi Häusermann wurde 1948 in Lenzburg geboren. Er studierte Ökonomie und Musik. Früh interessierte er sich für Jazz und freie Improvisation. Über die Jahre hinweg hat Häusermann eine eigene musiktheatralische Sprache geschaffen, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Kunstpreis der Stadt Zürich (2011) und zuletzt mit dem Schweizer Theaterpreis (2018). In seinen Abenden, denen lange Phasen der Komposition und Themenfindung  vorausgehen, untersucht er die Möglichkeit von Theater und Musik, sich gegenseitig neue Räume zu eröffnen. Dabei geht sein Blick voll Zuwendung aufs Detail, es entsteht ein poetischer, vieldeutiger Mikrokosmos.

In seinen ersten Auseinandersetzungen mit Streichquartetten widmete sich Häusermann der klanglichen Erforschung von Schubert-Quartetten. Seit den 90er-Jahren schreibt er eigene Streichquartette, die er 2007 erstmals anlässlich der Uraufführung von Elfriede Jelineks „Über Tiere“ (Burgtheater Wien) auf vier Klaviere übertrug. Es folgten weitere Klavierquartette, zum Beispiel für „Die Glocken von Innsbruck läuten den Sonntag ein“ (Burgtheater Wien, 2009), „Gang zum Patentamt“ (HAU und Wiener Festwochen, 2010) oder „Vielzahl leiser Pfiffe“ (Schauspielhaus Zürich, 2012). Für „Randolphs Erben“ (Staatsoper Stuttgart, 2009) und „Der Hodler: Eine musiktheatralische Einsicht“ (Schauspielhaus Zürich, 2010) schrieb er Kompositionen für Streich- und Bläserquartette. Häusermann inszenierte seine Arbeiten wiederholt an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, am Theater Neumarkt Zürich, am Wiener Burgtheater, am Theater Basel, am staatstheater hannover, an der Staatsoper Stuttgart, bei den Münchner Opernfestspielen und am Schauspielhaus Zürich, wo zuletzt „ROBERT WALSER – musikalische Durchwanderung (2014) und sein riskanter Unterhaltungsabend „Kapelle Eidg. Moos“ (zusammen mit Herwig Ursin und Jan Ratschko), PIANO FORTE (2017) und HENOSODE-SALON DES GELINGENS (2019) von ihm zu sehen waren. Häusermann ist ausserdem sporadisch als Dozent an der Universität der Künste in Berlin tätig.

Seit 2018, nach einer intensiven Instrumenten-Rückeroberungszeit spielt Häusermann (Klarinette, Flöten, Baritonsax und Örgeli) im Trio mit Marco Käppeli (Schlagzeug) und Claude Meier (Bass) wieder Konzerte mit hauptsächlich improvisierter Musik. Das aktuelle Konzertprogramm ist die sog. UME-LIEDER KOLLEKTION.

Das musikalische Werk von Ruedi Häusermann ist dokumentiert auf über 30 Cds.

2019 sind erschienen: CD Streichquartette ,Letzter Aufruf für Ursin und Kubus‘ mit dem KUBUS Quartett und CD Streichquartett V mit dem HENOSODE Quartett.

2020 ist erschienen:  CD/LP Trio Ruedi Häusermann – Marco Käppeli – Claude Meier ‚Die Umelieder Kollektion‘

www.ruedihaeusermann.ch